58 Toxische Beziehung oder wenn zwei verletzte Kinder Halt suchen.
Shownotes
Viele sprechen über toxische Beziehungen.
Ich auch.
Doch irgendwann habe ich aufgehört zu fragen:
„Warum ist mir das passiert?“
und angefangen zu fragen:
„Was wollte mir diese Beziehung über meine Beziehung zu mir selbst zeigen."?
In dieser Folge erzähle ich, warum ich heute hinter vielen verletzenden Dynamiken zwei verletzte Menschen sehe – und weshalb Verantwortung übernehmen für mich der Beginn von echter Freiheit war.
Denn Heilung beginnt oft genau dort, wo wir aufhören, nur auf den anderen zu schauen.
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00:00:01: Ich glaube, wenn wir eine toxische Beziehung leben in einer toxischen Dynamik stecken dass dieser Beziehungen etwas spiegelt.
00:00:17: So war es bei mir.
00:00:18: ich habe mal einen Partner gehabt im meinem Leben wo ich sagen würde das war eine toxischer Beziehungsdynamik und was dieser Mensch mir tatsächlich gespiegelt hat war, dass ich eine toxische Beziehung mit mir selbst hatte.
00:00:43: So weil jemand der eine gesunde Beziehungen zu sich selbst hat akzeptiert unter gar keinen Umständen das, was in einer toxischen Dynamik Realität ist sondern setzt viel früher Grenzen und deswegen glaube ich das in dieser Dynamik lernen durfte, war Grenzen für mich wieder zu lernen und zu setzen.
00:01:19: Nun ist das aber natürlich nicht einfach wenn ich in der Kindheit gar nicht gelernt habe dass ich überhaupt Grenzen habe die überhaupt wiederzudecken.
00:01:34: Aber irgendwie hat es trotzdem geklappt.
00:01:41: Es ist einmal irgendwann kam ein Tag wo ich dachte nein Kein Tag länger.
00:01:50: Es tut uns nicht gut und ich mache ihm überhaupt keinen Vorwurf, weil ich bin diejenige, die die Grenze nicht gesetzt hat so und er hat auch seine Geschichte Und seine Verletzungen und seine Muster und Dinge aus denen er gehandelt hat und ist nicht irgendwie böse, ein böser Mensch.
00:02:23: Sondern ein verletzter Mensch.
00:02:26: und diese beiden Dynamiken, diese beiden verletzte Kinder die sind aufeinander getroffen Und mein verletztes Kind wie gesagt keine Grenzen kannte keine Grenze.
00:02:43: Sein verletzes Kind hat Sicherheit gefühlt indem er Kontrolle ausgeübt hat.
00:02:53: so Da treffen dann zwei Welten aufeinander, die sich dann ja erstmal wie Schlüssel und Schloß zusammen passend da treffen.
00:03:16: Nur irgendwann habe ich dann irgendwie gemerkt dass ich mich immer mehr verliere und das ich mich einsam gefühlt hab Was ja auch kein Wunder ist.
00:03:34: Ja, weil das ja auch genau das Muster ist was ich in der Kindheit gelernt hatte so Ich habe mich einsam gefühlt weil ich ja gar keine Nähe zugelassen habe.
00:03:45: Er hat sich mit Sicherheit auch einsam fühlt und hat sich anderen Frauen zugewendet.
00:03:52: Auch hier haben wir wieder eine toxische Dynamik von zwei Menschen die nicht böse sind sondern verletzt.
00:04:10: Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich das durchschaut hatte.
00:04:14: Bis ich das für mich mir anschauen konnte aus einer anderen Perspektive als meinem... Ja, ich würde es Opferbewusstsein nennen.
00:04:31: also eine Zeit lang hatte ich so dieses Opfer bewusst sein der andere ist der böse So!
00:04:37: Ich bin die Arme und so ja war eine Zeit lang so.
00:04:43: Und man wird ja auch darin bestätigt auf Social Media, oh!
00:04:48: Die armen Frauen und die armen und dies und jenes und toxisch und was nicht alles da auf Social-Media gibt, ja?
00:04:56: Das heißt, man wird voll in diesem Opferbewusstsein bestätig.
00:05:00: Es tut einem aber gar nicht gut weil einen das in eine Position bringen, die ihm gar nicht weiter hilft.
00:05:06: also mir persönlich hat mich persönlich hat es in einer Situation gebracht die mir gar nicht weiter geholfen hat, weil in einem Opferbewusstsein bewegt sich nichts.
00:05:17: Sondern da ist immer nur ... So ja aber der bewegt es sich nichts!
00:05:23: Es bewegt sich erst etwas wenn wir die Verantwortung übernehmen und sagen okay was war mein Anteil daran?
00:05:32: Wie spielt das Ganze zusammen?
00:05:35: Und indem ich dann halt auch erkannt habe so ok... Ich war nicht der Engel der ich dachte Er war nicht der Teufel, der ich dachte.
00:05:47: Und es waren einfach nur zwei verletzte Kinder die sich getroffen haben und irgendwie versucht haben Halt zu finden.
00:06:03: Das tragische daran ist das Nicht-die-Liebe gefehlt hat.
00:06:06: Die Liebe war da Sondern dass wir beide nicht gelernt hatten mit dieser Liebe umzugehen.
00:06:26: Wir wollten uns beide die Welt zu schüßen legen und haben uns aber nicht in unsere eigene Welt gekümmert Und das war der Fehler.
00:06:44: Ja, und dann natürlich eben einfach die Dynamiken.
00:06:52: Wir hatten leider beide nicht das Bewusstsein, dass wir gesagt haben okay wir beide unterstützen uns und wissen wir sind verletzte Kinder und haben Verständnis füreinander und versuchen ja anders damit umzugehen.
00:07:13: Wir haben leider gegeneinander gearbeitet.
00:07:20: Ich glaube es passiert in ganz vielen Partnerschaften Und das haben wir ja nicht gemacht, weil wir uns nicht geliebt haben.
00:07:33: Sondern weil wir es nicht besser wussten.
00:07:37: Weil wir verletzte innere Kinder in uns getragen haben und mein inneres Kind war sehr, sehr verletzt.
00:07:49: Und er hat versucht ... Mein Partner hat damals versucht diese Last zu tragen die ich mitgebracht habe.
00:07:58: Ich hab versucht seine last zu tragen, die er mitgebracht hat aus Strategien, die ich als Kind gelernt hatte.
00:08:15: Weil ich als kind gelernt habe, dass ich mich um andere Menschen kümmern muss und ... das sonst alles zusammenbricht!
00:08:25: Und er hat es genauso gelernt, glaube ich.
00:08:33: Das Ding ist wir konnten uns zwar nicht um ... um uns selber kümmern, also jeder um sich, stattdessen haben wir angefangen, uns um den anderen zu kümern, den anderen verändern was ja überhaupt nicht die Aufgabe ist.
00:09:04: Also es steckt so viel mehr in Partnerschaften und in Dynamiken, Beziehungsdynamiken als man auf den ersten Blick sieht.
00:09:18: Und ich persönlich schaue jetzt ganz anders wenn ich Pärchen sehe im Fernsehen film oder was weiß ich und entdecke dann ganz oft dass der andere überhaupt nicht bösartig ist, sondern einfach nur eine Schutzstrategie anwendet.
00:09:52: Und ich glaube das allein das Bewusstsein dafür, dass man weiß, dass es verletzte innere Kinder gibt und dass mein Partner, der in meinen Leben kommt mit einer Vergangenheit zu mir kommt.
00:10:13: Das allein hilft glaub ich schon dass man den Partner aufhört zu verurteilen, wenn er mal keine Ahnung etwas tut was uns vielleicht verletzt.
00:10:30: Und das bedeutet nicht, dass man einfach dann alles durchwinkt.
00:10:34: ja es ist wichtig auch die eigene Grenze zu setzen aber mit Liebe einfach mit Liebe und nicht mit Spielchen oder irgendwelche anderen verletzenden Dingen.
00:11:02: Also ich habe aus meiner damaligen Partnerschaft viel gelernt.
00:11:07: Viel, viel gelernt und das konnte ich aber alles erst sehen als ich nicht mehr in der Partnerschaft war und rückblickend drauf geschaut habe und vor allem geschaut haben was hat das Ganze mit mir zu tun?
00:11:26: Wo ist mein Anteil?
00:11:37: Deswegen also für mich gibt es keine toxischen Menschen.
00:11:41: Für mich gibt's verletzte Menschen.
00:11:45: Und das heißt auch nicht, dass ich verletzte Menschen, die anderen Menschen wehtun von ihrer Verantwortung freispreche.
00:11:57: Weil das sind sie nicht.
00:11:58: Ja?
00:11:59: Jeder Mensch trifft eigene Entscheidungen und trägt eine Verantwortung.
00:12:08: Man kann sich auch anders entscheiden.
00:12:12: Ich habe mich anders entschieden.
00:12:13: Ich hab gesagt, ich schau da jetzt hin.
00:12:15: Ich schaue mir meinen Schmerz an.
00:12:20: Die Möglichkeit hat jeder Mensch.
00:12:28: Und ob er sie nutzt ... oder nicht, ist seine Entscheidung.
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