43 Warum meine Lebensfreude stärker als mein Trauma ist.

Shownotes

Trauma verändert unser Leben. Es muss unser Leben aber nicht bestimmen.

In dieser Folge erzähle ich, warum ich heute sagen kann: Ich bin stärker als das, was mir als Kind passiert ist.

Ich spreche darüber, welche Überlebensstrategien ich entwickelt habe, wie ich heute mit Flashbacks und Panikattacken umgehe und warum meine Lebensfreude trotz allem nie verschwunden ist.

Diese Folge ist eine Einladung, dich nicht über das zu definieren, was dir widerfahren ist, sondern über den Menschen, der du heute bist.

Denn wir sind mehr als unsere Vergangenheit.

Wertschätzung: Paypal- Kristin Helmes
Kontakt: Instagram - Kristin_purelebensfreude

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00:00:00: Es gibt eine Sache, die mir bewusst geworden ist.

00:00:05: In dem ganzen Weg den ich gegangen bin und dass es Ich bin stärker als das was mir als Kind geschehen ist weil wäre ich nicht stärker Als das dann wäre ich Nicht mehr da.

00:00:22: so ich habe es überlebt Und ich habe jetzt kind strategien gefunden um damit umzugehen und Strategien waren mich von meinem Körper zu dissoziieren, Strategien waren Nähe von mir fernzuhalten.

00:00:45: Strategien war keine Wut zu zeigen weil wutgefährlich war.

00:00:51: Strategie waren zu erkennen im Vorfeld vor.

00:00:57: ein Mensch weiß was er will.

00:01:03: also voraus eilender Gehorsam habe ich sehr schnell gelernt, deswegen kann ich Menschen extrem gut lesen.

00:01:12: Weil das für mich überlebenswichtig war.

00:01:19: Unglaublich viele Strategien die ich als Kind entwickelt habe und die jetzt in meiner Reise zu mir selbst mein Weg zurück mir anschaue.

00:01:34: Und was ich einfach damit sagen möchte ist Ich habe gelernt, das Leben trotzdem wieder zu lieben aus tiefstem Herzen.

00:01:51: Weil wir sind nicht das was... ...was wir erlebt haben.

00:01:56: Das ist nicht unsere Realität Es hat nur einen Impact eine Auswirkung auf uns.

00:02:06: und auch wenn es diese Momente gibt die du in der letzten Folge von mir zum Beispiel live miterlebt hast gibt es trotzdem genauso auch die Momente der Puchenfreude wo ich einfach tanzen durchs Zimmer renne und einfach glücklich bin, glücklich am Leben zu sein.

00:02:35: Und ich bin auch jetzt glücklich im Leben zu sehen kurz nach diesem emotionalen Ausbruch weil für mich mittlerweile Ich mir das zurück erarbeitet habe dass es nichts mehr miteinander zu tun hat Sondern dass meine grundsätzliche Lebensfreude immer da ist.

00:02:54: und egal welche Herausforderung ich im Leben habe oder welchen emotionalen Ausbruch, oder welchem Flashback oder welche Panikattacke.

00:03:04: Diese Lebensfreude bleibt und diese Lebensfreunde trägt mich durch alles durch.

00:03:09: Und... ...diese Lebensfreud ist auch der Grund warum ich ein lebenswertes Leben wenn man so will ja einen wunderschönen Leben haben kann.

00:03:24: Obwohl die grausamen Dinge in der Kindheit passiert sind weil Ich gelernt habe mich selbst zu halten in diesen Momenten.

00:03:35: Und das war für mich wirklich ein absoluter Gamechanger meines Lebens, dass ich heute sagen kann und wenn ich eine Panikattacke hab weiß ich ganz genau wie ich damit umgehe was ich machen muss ja.

00:03:54: Ich suche mir einfach fünf Gegenstände im Raum und benenne die.

00:03:58: ich spüre meinen Körper so gut es geht.

00:04:04: Manchmal hilft kaltes Wasser, was ich mir ins Gesicht mache.

00:04:12: Und ich weiß halt auch immer dass eine Panikattacke wieder vorbeigeht und deswegen hat es für mich den Schrecken verloren.

00:04:21: so Ich weiß halt okay die Atmung verändert sich.

00:04:24: ah jetzt kommt etwas und weiß dann auch schon ok ich gucke schon mal mich im Raum um.

00:04:29: Was ist denn da?

00:04:30: Ah da ist ein Regal Da ist ein Bild.

00:04:35: Oder wenn ich halt weinen muss, dann weine ich einfach ohne irgendwie ein schlechtes Gefühl dabei zu haben.

00:04:41: oder ja also schlechtes gefühl im Sinne von das darf nicht sein sondern ich lass es einfach fließen so und Natürlich fühlt sich das nicht schön an.

00:04:56: Wenn man in der Dusche sitzt und weint So aber Es gibt dann immer einen Anteil in mir da weiß es wird vorüber gehen Und das ist nicht für immer dieses Gefühl, sondern es ist nur für den Moment.

00:05:12: Das holt mich dann aus allem immer wieder raus.

00:05:17: und ja natürlich habe ich mir auch schon mal gewünscht einfach ein normales Leben zu haben.

00:05:29: Ohne das Ganze!

00:05:32: Ohne dass mich selber wieder wie ein Mosaik zusammenbauen zu müssen.

00:05:43: So würde ich es, glaube ich, im ersten Bezeichnen.

00:05:46: Aber das ist nun mal nicht so und vielleicht habe ich diesen Weg einfach bekommen wie er jetzt ist und kann einfach das Beste draus machen und nehme diesen Weg an als mein Weg.

00:06:09: Das ist mein Weg den ich gehe und alles was auf meinen Weg gehört.

00:06:19: Okay.

00:06:24: Und ich glaube, solange ich auf mich acht gebe und für mich da bin und offen damit umgehe – das sind wir beim Thema Ich spreche es aus, ich mache es öffentlich – können auch andere besser lernen, damit umzugehen.

00:06:54: In der Vergangenheit wussten die Menschen in meinem Umfeld nichts davon und haben sich dann vielleicht gefragt warum ich in bestimmten Momenten auf eine bestimmte Art und Weise reagiert habe oder warum ich mich an Dinge nicht erinnern konnte, die sie mir erzählt haben.

00:07:10: Oder was auch immer es gewesen ist.

00:07:15: Oder warum ich nichts von mir erzähle?

00:07:16: Warum ich nichts zeige?

00:07:18: Warum keine Nähe zulasse?

00:07:22: Dadurch dass ich darüber nicht gesprochen habe, hab ich diese Menschen ja auch von mir ferngehalten.

00:07:27: Und dadurch das ich halt natürlich bestimmte Anteile in mir noch nicht geheilt hatte, konnte ich ja auch gar keine Nähe zulassen.

00:07:36: Weil mir näher Angst gemacht hat und Ich glaube dass sich dadurch das jetzt ausspreche Und da somit umgehe wie ich es tue Ich auch die Chance habe Die Unterstützung zu bekommen im Sinne von Einfach nur dass es Menschen gibt die dann halt verstehen okay sie kann gerade nicht oder Und das ist halt nicht irgendwie eine Extrawurst, die ich haben möchte.

00:08:10: Sondern dass es einfach so sein muss.

00:08:15: Weil's nicht anders geht!

00:08:22: Man erwartet ja auch nicht von jemanden der im Rollstuhl sitzt, der einfach läuft wie wir alle.

00:08:29: Er sitzt in seinem Rollstuel und die Menschen akzeptieren das.

00:08:35: So fühlt sich das halt auch an... Vielleicht habe ich jetzt einfach mal gezeigt, ja.

00:08:40: Ich sitze im Räumstuhl emotional so ein bisschen und vielleicht bin ich gerade dabei diesen Räustuhl zu verlassen und nach und nach zu lernen, zu gehen.

00:08:58: Aber ich kann nicht mit einem Marathonläufer mithalten.

00:09:04: Das funktioniert nicht.

00:09:05: Und ich glaube daran dass es Menschen geben wird die für die das okay ist, dass ich so bin wie ich bin und wo ich nichts beweisen muss.

00:09:20: Und wo ich nicht so sein muss, wie sie das gerne hätten.

00:09:26: Die mich mit meiner Geschichte annehmen und nicht anders haben wollen.

00:09:34: Ich glaube auch, es ist leichtes mit mir umzugehen weil ich ja bewusst bin und mich selber halten kann.

00:09:46: lasse niemanden da irgendetwas auf oder erwartet, dass mich jemand rettet.

00:09:52: Sondern ich weiß, dass ich diejenige bin, die die Verantwortung für ihre Gefühle hat und ... Ich kann mich halten so.

00:10:03: Ich kann es auch zulassen, dass jemand anders mich hält mittlerweile aber das ist halt kein Muss.

00:10:12: Und ich glaube dadurch werde ich Schritt für Schritt ein Leben fühlen, was mir Freude macht.

00:10:27: Wo mein Herz aufgeht und wo ich einfach Ich sein kann und wo es irgendwann vielleicht nicht mehr darum geht um das Was ich erlebt habe sondern um dass was ich erleben werde.

00:10:42: Und Vielleicht liegt auch genau dort für mich Heilung drin schöne Erlebnisse zu erleben.

00:10:52: und selbst wenn ich mich vielleicht nicht an jedes einzelne Erlebnisse dann erinnern kann oder mir manchmal was fehlt, habe ich es ja trotzdem erlebt.

00:11:04: In dem Moment und vielleicht geht's da für mich auch mehr darum im Moment einfach zu sein und nicht so viel nach hinten zu schauen sondern nach vorne ohne das Hinten zu leugnen Und Ich glaube für mich ist der beste Umgang mit dem Ganzen dass ich das lebe, was ich bin.

00:11:37: Also ich fühle in dem Moment, was Ich fühle und ich drücke in dem moment mein gefühl aus was ich fühl und gebe mir den raum dafür Das zu fühlen was ich fülle.

00:11:52: so und ich glaube wenn ich das tue dann werde ich einfach Dann habe ich ein gutes leben So komme was wolle.

00:12:04: und ja Ich glaube, ich habe so viel Freude in mir, die ich teilen möchte.

00:12:20: Und dass sich alles noch an mir entdecken möchte was vielleicht noch nicht bewusst wieder da ist bei mir sondern Schritt für Schritt zurück kommt.

00:12:31: und ja also was ich damit sagen will es einfach das ich sehr glücklich bin den Mut gehabt zu haben das jetzt öffentlich zumachen des thema darüber zu sprechen Und mich auch damit zu zeigen, mich verletzlich zu zeigen.

00:12:57: Mich zart zu zeigen und nicht mehr als die harte Powerfrau, die alles im Griff hat.

00:13:12: Ich glaube für mich das ist ein guter Schritt gewesen ist.

00:13:17: Auch wenn es einen Schritt ist vor dem ich Angst hatte habe ich ihn trotzdem gemacht.

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