47: Ciao Bella, ich lebe jetzt – Teil 1: Mein Weg durch die Dunkelheit
Shownotes
TRIGGERWARNUNG: Diese Folge enthält Schilderungen von Missbrauch. Bitte achte beim Hören gut auf dich.
Was, wenn selbst die dunkelsten Erfahrungen nicht das Ende deiner Geschichte sind, sondern der Anfang deiner Freiheit.
„Ciao Bella, ich lebe jetzt.“ ist der erste Teil einer wahren Lebensgeschichte – ein Weg von tiefster Ohnmacht zurück ins Leben.
Schon bevor ich geboren wurde, begann meine Geschichte mit Ablehnung. Ich wuchs in einem Umfeld auf, das von Angst, Manipulation, Gewalt und Missbrauch geprägt war. Viele Jahre glaubte ich, dass all das meine Wahrheit sei. Doch tief in mir gab es eine Kraft, die mich nie aufgegeben hat – auch dann nicht, als ich sie selbst längst verloren glaubte.
Dieses Hörbuch erzählt von Schmerz, aber es bleibt dort nicht stehen. Es erzählt von Mut, Heilung, Erinnerung, Hoffnung und der leisen Rückkehr zu mir selbst. Es ist die Geschichte eines Menschen, der gelernt hat, dass Freiheit nicht bedeutet, nie gefallen zu sein – sondern den Weg zurück ins Leben zu finden.
Egal, wie dunkel mein Weg bisher war – mein Leben ist größer als das, was mir widerfahren ist.
Eine wahre Geschichte über Überleben, Heilung und die Entscheidung, das Leben wieder zu wählen.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Ciao Bella, ich gehe leben.
00:00:06: Warum Gott mich nie aufgegeben hat?
00:00:11: Dieses Buch handelt nicht nur von Schmerz und nicht nur Freude sondern dieses Buch verbindet beide Welten miteinander.
00:00:30: Ich bin ein Mensch voller Lebensfreude und trotzdem bin ich durch tiefsten Schmerzen gegangen Und ich möchte dir in diesem Buch meine Geschichte teilen.
00:00:47: Weil ich glaube, dass sie möglicherweise viel Frieden bringen kann in das Leben anderer Menschen und... Ich weiß noch nicht wie ich dieses Buch beginnen soll.
00:01:12: Es ist noch nicht klar aber es wird klar werden und der Titel ist schon da.
00:01:16: Ciao Bella!
00:01:17: Ich gehe leben Und was ich dir schon verraten kann is' Es ist eine Kraft gehabt, die mich immer begleitet hat.
00:01:37: Egal wie schlimm mein Leben gewesen ist und ich konnte sie nicht immer wahrnehmen.
00:01:47: Ich habe mich zwischendurch auch von dieser Kraft getrennt gefühlt und gedacht, ich bin Mutter sehen allein auf dieser Welt aber... ...ich wurde Schritt für Schritt von genau dieser Kraft zurückgeführt zu erkennen dass sie immer da gewesen ist.
00:02:09: Ja, wie dieser Weg ausgesehen hat.
00:02:10: Das möchte ich teilen.
00:02:13: Darüber möchte ich sprechen.
00:02:15: und ja... Mein Weg hat begonnen im Jahr nineteenhundert siebenundachtzig.
00:02:35: Ich saß als kleines Embryo Im Mutterleib Und das erste was ich vom Leben mitbekommen habe Kleiner Embryo war Ablehnung.
00:03:00: Die Ablehnung meines Vaters, mein Vater wollte kein Kind.
00:03:04: Der hat zu meiner Mutter gesagt dass sie mich abtreiben lassen soll.
00:03:09: also er wollte nicht das.
00:03:10: ich lebe und Das war quasi das erste was mir im Leben begegnet ist Ablehmung Und Ich habe das als Embryos bereits fühlen können.
00:03:30: Das hat mein gesamtes Leben beeinflusst.
00:03:36: Ohne dass ich es gemerkt habe, weil man erinnert sich ja nicht mehr daran bewusst wenn man nicht irgendwann darauf gestoßen wird was man als Embryo gefühlt hat.
00:03:49: und meine Mutter hat sich dann aber wie du jetzt unschwer erkennen kannst für den anderen Weg entschieden Aber auch nicht weil sie unbedingt Mutter sein wollte sondern weil sie meinen Vater bei sich behalten wollte.
00:04:16: Das heißt, ich bin zwischen Ablehnung und Betrug auf diese Welt gekommen und mein Weg ging auch entsprechend weiter in dieser Hinsicht so, weil ich in eine Sekte hineingeboren wurde.
00:04:39: also ich bezeichne die Gruppierung als Sekte.
00:04:44: Das ist mein Gefühl, weil für mich Sekt bedeutet dass es Regeln gibt das Menschen unterdrückt werden.
00:04:57: Für eine Ideologie die als größer dargestellt wird als der Wert eines Menschen oder die Würde eines Menschen.
00:05:07: und in dieser Sekte habe ich unfassbares Leid ertragen müssen, unfassbaren Schmerz.
00:05:20: Mit Menschen die ein Mix waren in meiner Wahrnehmung aus Psychopathen Die gar keine Emotionen gezeigt haben und andere Menschen für sich wie Marionetten manipuliert haben Und Aus Mitläufern oder Ja menschen die leicht zu manipulieren waren die einfach geglaubt haben was die anderen ihnen erzählt haben und dadurch eben Kinder missbraucht haben emotional, körperlich und sexuell.
00:06:05: Und... Die Rechtfertigung dafür, die ich in meiner Kindheit für dieses Verhalten immer häufig gehört habe war Karma.
00:06:14: also die haben daran geglaubt dass es Karma wäre ja das das so sein müsste und Ja völlig verstrahlt weil Karma bedeutet etwas vollkommen anderes.
00:06:28: Es bedeutet, dass jede Handlung die du tust folgen hat aber es bedeutet nicht das Gleiches mit Gleichem vergolten wird.
00:06:45: und ja dadurch habe ich mir sehr lange die Schuld auch selber gegeben für das was mir geschehen ist.
00:06:58: Zudem ist halt auch noch mir gehorsam und Loyalität eingebleut worden.
00:07:06: Und ich wurde auch von dieser Ideologie indoktriniert bis ins letzte Mark, so... ...und uns wurde sehr lange erzählt die Welt da draußen sei schlecht und alles was nicht in der Sekte stattfand war täuflisch und man sollte das nicht.
00:07:31: Und wir wurden isoliert, wir wurden komplett isoliert.
00:07:35: Wir durften kein Radio hören, wir durften keinen Fernsehen gucken so weil dann hätten wir mitbekommen können dass da was nicht stimmt ja Menschen die andere Menschen manipulieren wollen isolieren ihre Menschen gerne von anderen einflüssen damit sie die vollkommende Macht haben.
00:07:57: Und genau das ist mit mir geschehen!
00:07:59: Das heißt, ich habe bereits als Kind die Welt nicht so kennengelernt wie andere Kinder diese Welt vielleicht kennenlernen und hab dadurch auch später Schwierigkeiten gehabt mich in dieser Welt zurechtzufinden.
00:08:16: und das hat halt auch Konsequenzen gehabt für mich dass mein Weg von Leid- und Schmerz nicht damit zu Ende war, dass ich vom Kind zur Erwachsenen geworden bin und endlich aus dieser Sekt heraus konnte.
00:08:41: Ich habe tatsächlich den Absprung geschafft aus eigener Kraft Und ich weiß nicht wie ich das gemacht hab und eigene Kraft ist auch eigentlich gar nicht der richtige Begriff sondern ich habe einen Schutz eine Stärke etwas an meiner Seite stehen gehabt, was mich immer beschützt hat und was mich auch dort wieder rausgebracht hat.
00:09:10: Während ich in dieser Sekte gewesen bin und diese schlimmen Dinge passiert sind gab es auch Situationen wo ich getötet werden sollte und da hat sich die Beschützende Kraft gezeigt.
00:09:33: Und wäre diese beschützende Kraft nicht an meiner Seite gewesen, dann könntest du meine Stimme jetzt nicht hören.
00:09:38: Dann könntest Du meine Worte nicht
00:09:40: lesen.".
00:09:45: So und kein Mensch kann sich das vorstellen was in solchen rituellen Kontexten abgeht.
00:09:56: Es möchte sich auch kein Mensch vorstellen.
00:09:59: deswegen wird Menschen die so etwas erlebt haben auch oft nicht geglaubt weil Menschen sich nicht vorstellen wollen dass es sowas gibt.
00:10:08: Doch es gibt es.
00:10:10: Es ist real und das ist keine kleine Organisation, wo ich das erlebt habe, sondern es ist eine Organisation, in der viele Menschen jeden Tag im Kontakt sind.
00:10:30: Ich bin mir noch nicht sicher ob ich aufdecken werde oder preisgeben werde welche Organisation es ist weil ich mein Leben beschützen möchte Und ja, aber was ich erzählen wollte war eigentlich dass als ich sechs Jahre alt war gab es eine Situation wo ein Ritual gemacht worden ist und einen wie ich ihn wahrgenommen habe völlig emotionsloser gieriger Mann plötzlich auf die Idee kam, mich zu töten wäre eine gute Idee.
00:11:26: Und er wollte das mit einem Messer tun und hat das Messer an meinem Hals schon dran gehabt.
00:11:39: Alle Menschen, die drumherum standen, haben nichts gemacht.
00:11:43: Die haben sich nicht bewegt.
00:11:44: Sie haben nicht eingegriffen.
00:11:46: Es ist nichts
00:11:46: passiert.".
00:11:49: Dann kam eine Stimme in meinen Kopf dass eine Stimme meines Schutzengels gewesen, die mir gesagt hat, greift ihr das Messer?
00:12:04: Und ich habe mir dieses Messer gegriffen und der Täter hat nicht damit gerechnet, dass sich das tun würde.
00:12:11: Weil er ja so sicher war in seiner Übermacht, wie er sich geglaubt hat und hat einfach gedacht, er kann das Kind einfach töten weil das Kind sei ja schwächer als er usw.. Ich hab mir wie ein Überraschungsangriff dieses Messer gepackt und habe es ihm in sein Körper gerammt.
00:12:34: Und das ist der Grund, warum ich überlebt hab.
00:12:45: Was ich sagen kann... Ich hätte sowas aus freien Stücken niemals getan weil ich nie Menschen verletzen wollte aber ich wurde dazu gezwungen um zu überleben.
00:13:12: Das hat sehr lange schwer auf meiner Seele gelastet, ohne dass ich es bewusst wusste.
00:13:20: Und... Ich weiß halt noch.
00:13:22: eine Sache an die ich mich halt immer erinnern konnte bevor die ganze Erinnerung zurückkam war, seit sich das ganze Blut von ihm gesehen habe!
00:13:33: Ich dachte, das ist wie rote Betesuppe und das war die Erinnerungen, die ich in mir behalten konnte.
00:13:41: Alles andere wurde mir raushypnotisiert.
00:13:52: Auf jeden Fall danach haben die gemerkt, dass sie mit mir nicht so umgehen können.
00:13:58: Dass ich gefährlich bin weil ich unberechenbar bin für Sie und haben halt dann versucht mich mit Schmeichelaie und anderer Beeinflussung zu kontrollieren aber sie haben es nicht geschafft.
00:14:20: Mit zwölf Jahren habe ich beschlossen einen Teil dieser Sektion verlassen und da habe mich auf eine normalen staatlichen Schule angemeldet.
00:14:37: Das war mein Schritt draus.
00:14:40: Und das war ein guter Schritt, ich habe bevor ich diese Entscheidung getroffen hab mit zwölf eine sehr schlimme Hautkrankheit gehabt die einfach nicht heilen wollte Neurodemitis.
00:15:01: und nach dem ich zwei Wochen auf der anderen Schule gewesen bin hatte ich blüten reine Haut und hier habe bis heute... Ich habe mich selber aus dem Dreck rausgezogen!
00:15:15: Ich habe mir zwölfe Jahren eine Entscheidung durchgesetzt gegen meine Eltern.
00:15:28: Und ich bin dankbar, dass ich das gemacht habe!
00:15:31: Ich weiß nicht wo ich heute wäre wenn ich es nicht getan hätte wahrscheinlich nicht mehr am Leben und das nicht weil mich wieder einer der Intersekte umbringt sondern weiß wahrscheinlich selber getan hätte.
00:15:48: Weil dieses Umfeld unaushaltbar ist für mich Ja, und damit war aber leider halt eben.
00:16:21: wie gesagt es leid nicht vorbei.
00:16:23: Es ist nicht so wie wenn man sich das denkt ja da wo dann ein Kind missbraucht und dann ist ja doch die Situation vorbei und alles ist gut.
00:16:30: nein aus solchen Erlebnissen entstehen Folgen.
00:16:43: Sie haben mir achtunddreißig Jahre meines Lebens genommen.
00:16:57: Und ich habe tatsächlich danach weiterhin Missbrauch erlebt durch andere Menschen, weil ich ja nichts anderes kannte.
00:17:12: Ich wusste nicht wie man Grenzen setzt!
00:17:19: Ich wuste nicht dass ich auch Bedürfnisse haben darf.
00:17:23: Ich wusste nicht was Liebe ist... ...ich wusste nie was Gefühle sind... All das hab' ich wieder neu gelernt Schritt für Schritt und das Leben war mir dabei ein wertvoller Begleiter, wie ich irgendwann festgestellt habe.
00:17:50: Und ja... Ich habe immer wieder in Umfeldern mich bewegt wo ich manipuliert und ausgenutzt worden bin oder wo ich mich so gefühlt habe weil ich das andere ...ich konnte es gar nicht sehen wenn mich jemand doch unterstützt hat Weil meine Realität vollkommen verzerrt war und ich weiß nicht, ob ich nicht ewig so weitergelebt hätte wenn ich ein Ereignis in meinem Leben gewesen wäre was absolut unbeschreiblich und bedeutend für mich gewesen ist.
00:18:54: Ich merke das es mir nicht so leicht fällt chronologisch zu erzählen weil mir teilweise einfach Zeiten fehlen.
00:19:03: Ich erinnere mich nicht mehr an bestimmte Dinge.
00:19:06: und also ich habe auf jeden Fall Abitur gemacht auf dem staatlichen Gymnasium.
00:19:17: Und bin danach auch studieren gegangen im dualen System und das hat aber überhaupt nicht funktioniert, weil es zu viel Stress war.
00:19:30: Weil ich war ja sowieso schon randvoll mit Stress und dann noch das oben drauf, dass konnte mein System einfach nicht leisten.
00:19:39: Das ist nämlich auch etwas worüber viele sich nicht bewusst sind, dass Menschen die Trauma erlebt haben.
00:19:44: Nicht so leistungsfähig sind!
00:19:46: Die sind nicht faul sondern können einfach nicht rein physiologisch nicht weil Stress sich im Körper speichert und mein Cortisol-Spiegel war jenseits von gut und böse.
00:20:06: Was wollte ich jetzt noch sagen?
00:20:10: Achso genau... Ich habe schon sehr früh das Gefühl gehabt, dass ich Menschen helfen möchte.
00:20:19: Also dass ich Richtung Psychologie mich entwickeln möchte und als ich siebzehn Jahre alt war habe ich diesen Entschluss gefasst und hab dann aber verstellen müssen, dass der NC für Psychologie sehr ... von dem abweicht wie mein Abiturzeugnis gewesen ist.
00:20:40: Und dass auch diese Therapieausbildung wahnsinnig teuer ist.
00:20:49: Im höheren, fünfstelligen Bereich glaube ich lag es damals.
00:20:54: Ich gab achtzigtausend und das war für mich vollkommen undenkbar damals.
00:21:03: Und dann habe ich irgendwann gemerkt so dass es mich dann in diese Coaching Richtung zieht.
00:21:10: also ich hab sowieso schon immer In meinem Leben anderen Menschen geholfen und war für sie da und hat mich für ihre Probleme interessiert und alles.
00:21:23: Und der Grund ist aber nicht, weil ich ein guter Samariter bin sondern weil ich mich selber heilen wollte.
00:21:32: Ich bin für die anderen Menschen die geworden, die ich eigentlich gebraucht hätte und das ist mir aber erst sehr viel später bewusst geworden.
00:21:54: Also letztendlich habe ich wie gesagt auch im Erwachsenenalter Missbrauch erlebt.
00:22:03: es braucht werde.
00:22:12: Und irgendwann kam wie gesagt dieser Punkt in meinem Leben, der alles verändert hat und das war eine Begegnung.
00:22:25: Manchmal braucht es nur eine Bebegegnungen und dein ganzes Leben ändert sich.
00:22:28: Das war diese Begehnung.
00:22:32: Ich habe diesen Menschen an die Augen geschaut und er hat mir in die Augen geguckt.
00:22:37: Er hat mich gesehen, die ich wirklich bin Jahre versteckt hatte.
00:22:49: Dadurch, dass er das gesehen hat in mir konnte ich es auch wieder sehen und da ist mein Weg losgegangen.
00:23:00: Kurze Zeit später gab es dann eine weitere Begegnung, wo das Leben mir gezeigt hat, dass ich dort, wo ich gerade war nicht mehr hingehört habe mich davon lösen musste.
00:23:37: Ich habe nicht primär den Menschen verlassen, sondern ich habe die Version von mir verlassen.
00:23:42: Die mit diesen Menschen gelebt hat und danach ist ein Weg für mich losgegangen der mir immer mehr gezeigt hat wer ich bin Und der mir meine Erinnerungen zurück gebracht hat.
00:24:07: anders unaussprechliche und ja... Ich glaube heute rechts.
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