26 Meine Selbstlüge, die mir das Leben gerettet hat...
Shownotes
In dieser Folge nehme ich dich mit in einen der schmerzhaftesten und gleichzeitig befreiendsten Momente meiner Reise.
Ich habe erkannt, dass ich mir viele Jahre unbewusst eine schönere Realität erschaffen habe, als sie tatsächlich war. Nicht, weil ich mir etwas vormachen wollte – sondern weil es als Kind die einzige Möglichkeit war zu überleben.
Ich spreche darüber, warum Hoffnung manchmal zur Illusion werden kann, weshalb Wahrheit zunächst weh tut und warum genau dieser Schmerz mich letztlich in die Freiheit geführt hat.
Diese Folge ist für alle Menschen, die lernen möchten, ihre Realität klar zu sehen, Grenzen zu setzen und Frieden mit der eigenen Geschichte zu schließen.
Denn manchmal beginnt Heilung genau dort, wo der Nebel verschwindet.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Ja, in den letzten Podcast-Folgen ging es ja sehr stark um Schmerz und ich habe auch gesagt dass ich keine Angst mehr vor Schmerzen habe.
00:00:11: Und tatsächlich hat sich heute nochmal ein ganz tiefer Schmerze gezeigt und da möchte ich dich auch gerne mitnehmen weil das einfach für mich noch mal so augenöffnend gewesen ist.
00:00:24: Und zwar habe ich mir selber Illusion gebaut.
00:00:31: Also es gab einen Anteil in mir, der meine Welt schöner gemacht hat als sie eigentlich war.
00:00:39: Das heißt... In meiner Kindheit waren die Menschen im meinem Umfeld so schlimm dass ich das nicht ertragen konnte.
00:00:50: also ich konnte die Sehen mit ihrem Schmerz und mit allem weil ich ja so tief fühle.
00:00:56: aber Ich konnte das nicht ertragen!
00:01:00: Das war zu viel So.
00:01:02: Und dann habe ich das abgeschnitten und hab gesagt, okay.
00:01:05: Ich seh jetzt nur noch das Gute in den Menschen und ich sehe nur noch was Gutes in der Welt.
00:01:09: Und habe dann angefangen mir eine andere Realität zu bauen.
00:01:15: Das war erst mal ein krasser Überlebensmechanismus, den ich mit er gebaut habe.
00:01:21: Aber der hat natürlich dann als ich erwachsen war ... Als der weiter gelaufen ist mein Leben auch sehr... erschwert, weil ich halt Menschen nicht realistisch einschätzen konnte.
00:01:38: Weil ich ja immer nur das Potenzial gesehen habe, immer nur den guten Kern der da irgendwo drin steckt und habe nicht das Verhalten anständig beurteilt hatte keine Grenzen die ich gesetzt habe und habe dadurch unnötig viel gelitten.
00:01:57: Ich bin so dankbar, dass sich dieser Anteil gezeigt hat.
00:02:00: Weil jetzt kann ich Menschen so sehen wie sie sind mit ihren Lichtseiten und mit ihren Schattenseiten.
00:02:07: Und kann für mich genau evaluieren ist das ein Kontakt der mir gut tut oder ist es ein Kontakt, der mir nicht gut tut?
00:02:15: Und ja muss mir nichts mehr schön malen weil meine Realität Ich kann jetzt einfach dafür sorgen, dass meine Realität sowieso schön ist.
00:02:25: Und dann brauche ich es nicht mehr schöner machen als es ist.
00:02:29: Ja und der größte Schmerz da darin gesteckt hat war tatsächlich das ich mir selber vorgemacht habe... ...ich habe eine emotionale Bindung zu meinen Eltern und erkennen musste dem ist nicht so weil meine Eltern Nach meinem Empfinden, nicht in der Lage sind eine emotionale Bindung zu mir aufzubauen.
00:02:58: Und dieses Kartenhaus ist einmal zusammengestürzt und ich habe dieses kleine Kind in mir gefühlt diese Einsamkeit die das kleine kind gefühlte hat die ganze zeit und Dass sie nie jemand gesehen hat und so weiter und sofort.
00:03:15: und ich hab mich hier zugewendet und Hab diese traurigkeit durchführt und dass war wirklich nicht leicht.
00:03:22: also Das war wirklich ein heftiger Schmerz und auch eine heftige Traurigkeit, wo ich auch an meine Grenzen gekommen bin.
00:03:32: Also ich konnte es halten aber es war nicht leicht Und für mich war dann aber die Wahrheit besser zu ertragen als die Lüge vorher.
00:03:44: also Ich habe gemerkt danach ich hab mich besser gefühlt.
00:03:48: Ich hat mich klarer gefühelt und vor allem lasse ich mich halt auch nicht mehr in eine Verantwortung drängen, die nicht meine ist.
00:04:00: So und das habe ich halt früher immer getan weil dieses kleine verletzte Kind hat halt immer noch gehofft es hat immer noch hofft irgendwann hat Mama mich lieb irgendwann hat Papa mich liebt.
00:04:13: so das war immer in dieser Hoffnung dass da noch irgendwie eine emotionale Verbindung sein könnte.
00:04:21: aber Menschen die emotional nicht erreichbar sind da kannst du dich auf den Kopf stellen, du kannst drei Puzzle bei mir machen.
00:04:27: Du kannst denen die Welt zu Füßen legen es wird nichts verändern weil sie nicht erreichbar sind.
00:04:34: und das habe ich für mich verstanden und durchfühlt und habe die Erkenntnis für mich gewonnen dass sich erwachsen bin.
00:04:47: Es war ja der kindliche Anteil, der diese Hoffnung hatte und der so gefühlt hat.
00:04:54: Als müsste er immer sich verbiegen und alles tun um irgendwie geliebt zu werden von den Eltern und keine Ahnung was.
00:05:01: Aber das hat mit der erwachsenen Frau die ich bin nichts zu tun in dem Sinne.
00:05:08: es ist ein Teil von mir aber das bin ja nicht ich So, und ich bin erwachsen.
00:05:13: Ich kann mir meine Schokolade selber kaufen und ich brauche keine Eltern
00:05:16: mehr.".
00:05:17: Und das klingt jetzt für viele wahrscheinlich hart und vor allem für die, die eine gute wirklich gutes Verhältnis zu den Eltern haben oder denen möchte ich sagen, dass ist ein Privileg!
00:05:27: Das isst nicht selbstverständlich – leider!
00:05:30: Ich wünschte mir es wäre so aber in meiner Generation Da war einfach noch nicht viel mit emotionaler Bindung bei vielen.
00:05:42: Weil viele Schmerz ernebt haben, weil viel Schmerze weitergegeben wurde über Generationen und deswegen... Also ich beneide die Menschen im positiven Sinne ja Ich gönne es ihnen Die ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern haben Ein wirklich liebevolles emotionales Verhältnis, wo sie ihre Eltern anrufen können und die Eltern unterstützen Sie.
00:06:08: Und alles!
00:06:10: Meine Realität ist es nicht – das habe ich für mich akzeptiert und angenommen.
00:06:20: Auch dass ich mir selber dieser Eltern bin.
00:06:24: Ich mache diese Podcastsfolge für die Menschen denen es vielleicht ähnlich geht, ja?
00:06:28: Die vielleicht auch sagen meine Eltern tun mir nicht gut Und das darf sein.
00:06:34: Das darf sein, ja?
00:06:36: Du darfst das erkennen.
00:06:37: wenn dir Menschen nicht guttut und nur weil ihr die gleichen Gene oder ähnliche Gene habt heißt es nicht dass du zu irgendetwas verpflichtet bist oder irgendwie dich gut finden musst Wenn sie sich dir gegenüber beschissen behalten die sich beschissen ganz einfach und dann musst du da nicht irgendwie was tun oder Verständnis haben oder sonst irgendwas, sondern schau auf dich.
00:07:07: Schau!
00:07:08: Was tut dir gut?
00:07:10: Und das reicht so und Grenzen setzen ist da manchmal sehr wichtig.
00:07:18: Ja und wo ich das halt angenommen habe und mich dem Kind dazu gewendet habe und alles Habe ich gemerkt dass so eine innerer Frieden in mir wieder entstanden ist, der vorher in der Form noch nicht da gewesen war und dass ich auch andere Illusionen die ich mir aufgebaut hatte einfach loslassen konnte.
00:07:43: Und Ich lebe jetzt nicht mehr in irgendwelchen vergangenen Erinnerungen von irgendwas was schön gewesen ist und ich lebe auch nicht mal in einer Zukunft die noch gar nicht da ist, in meinen Fantasien ausmahle, sondern ich lebe einfach jetzt in der Gegenwart im Jetzt.
00:08:02: In der Realität.
00:08:04: Und das fühlt sich gut an!
00:08:09: Es fühlt uns ungewohnt an muss ich halt auch sagen.
00:08:12: und ja dieser Anteil der dann immer diese schöne Welt gebaut hat war natürlich ein schöner Traum sag' ich mal so.
00:08:23: aber auf der anderen Seite hatte es mir den Blick Auf die Wahrheit vernebelt ... Wie sagt man das?
00:08:38: Vernebelt ist ein guter Begriff.
00:08:39: Ja, es war wie im Nebel und der Nebel ist jetzt weg.
00:08:44: Ich seh klar, dass hat wehgetan.
00:08:48: durch den Schmerz bin ich durchgegangen und jetzt kann ich meine Realität verändern, wie ich es brauche anstatt mir in der Fantasie eine Realität zu bauen, die gar nicht da ist.
00:09:08: Und diese Fassadenbauerin in mir hatte ja keine böse Absicht im Gegenteil.
00:09:16: Sie wollte das sich überleben.
00:09:17: Ich hätte das nicht ertragen können, die Täter an meiner Kindheit so zu sehen wie sie wirklich waren.
00:09:26: Das war ein Psychopathen in meinen Augen rückblickend gesehen.
00:09:31: Völlig ohne Emotion, ohne Gefühl.
00:09:35: Richtig eklhaft so.
00:09:36: und hätte ich die als Kind die ganze Zeit so sehen müssen?
00:09:42: Ich wäre einfach gestorben, ich wär kaputt gegangen.
00:09:45: Und deswegen hat sich dieser Anteil gebildet der dann gesagt hat okay wir blenden den schlimmen Teil aus Wir sehen nur noch das letzte Funken Licht in dem Menschen.
00:09:58: Ja und dann kommen wir irgendwie klar.
00:10:01: Und ja, es hat mir gedient und jetzt bin ich glücklich dass sich die Wahrheit sehen kann.
00:10:12: Die Wahrheit kann ich jetzt sehen weil ich durch den Schmerz durchgegangen bin.
00:10:16: Weil ich den Mut hatte zu sagen okay I face it Ich schaue es mir an Ich gestehe es mir ein Ja Und ich bin froh drüber weil Das hat mir meine Autorität wieder zurückgebracht.
00:10:38: Meine Handlungsfähigkeit, meine Macht weil vorher habe ich ja die Realität gar nicht selber beeinflusst sondern ja die Fassadenbauerin in mir, die mir eine Realität vorgegaukelt hat.
00:10:59: und ich weiß das ist jetzt wahrscheinlich für Menschen die das gar nicht kennen sehr schwer nachzuvollziehen.
00:11:05: aber Das ist halt einfach eine Folge von meiner Kindheit, von dem Missbrauch der da stattgefunden hat.
00:11:15: So und ich bin einfach froh dass ich das heilen konnte und dass sich jetzt nicht mehr dissoziativ sein muss wie man das im Fachkreisen bezeichnet sondern wieder da bin!
00:11:35: Und mein Lebenbewusstlebe und mich auch später an meine Dinge, die ich erlebt habe erinnern kann.
00:11:44: Und nicht wie in der Vergangenheit wo mir dann einfach auch Stücke fehlen und ich gar nicht mehr weiß was überhaupt passiert ist so Alltagstinge Gespräche, die Ich einfach vollkommen vergessen habe.
00:11:57: und das war mein Alltag früher und jetzt ist es nicht mehr so.
00:12:08: Jetzt kann ich die schönen Erinnerungen im Herzen behalten oder auch mal schmerzhafte Erinnerungen im Herze behalten und es ist meine Realität, die echte.
00:12:26: Man kann natürlich darüber diskutieren ob es wirklich echte Realität gibt aber das wird ein bisschen zu weit führen ja genau.
00:12:35: Aber was ich halt damit sagen möchte in der Quintessenz ist, es lohnt sich einfach so etwas von sich den eigenen Schmerz anzugucken die eigenen Luftschlösser zu enttaren und in der Wahrheit mehr und mehr anzukommen.
00:12:48: Es ist das schönste Leben echt zu sein!
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