140 Das Paradox der Angst – Sie hält uns am Leben und hindert uns daran, zu leben.
Shownotes
Was wäre, wenn deine Angst gar nicht dein Feind ist?
Angst kann uns das Leben retten. Aber sie kann uns auch davon abhalten, wirklich zu leben.
In dieser Folge von „Ist das Leben nicht komisch?“ nehme ich dich mit auf eine Reise zu unseren Ängsten.
Warum reagieren wir manchmal auf Gefahren, die längst nicht mehr existieren? Wie unterscheiden wir echte Bedrohungen von alten Erfahrungen? Und wie können wir lernen, unserer Angst zuzuhören, ohne uns von ihr beherrschen zu lassen?
Vielleicht ist Mut gar nicht die Abwesenheit von Angst.
Vielleicht beginnt wahre Freiheit genau dort, wo wir unsere Angst fühlen und uns trotzdem bewusst für das Leben entscheiden. 🦋
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00:00:01: Was wäre, wenn Angst nichts ist was du bekämpfen musst?
00:00:09: Sondern was du lernen kannst bewusst wahrzunehmen und dann dich frei zu entscheiden.
00:00:20: Ich glaube dass Angst eine Funktion für uns hat auf der einen Seite uns zu schützen vor Dingen die unserem Herz unser Seele und unseren Körper nicht gut tun Und ich glaube aber auch, dass Angst etwas erlerntes ist was wir dann projizieren.
00:00:54: Das bedeutet das dein Nervensystem mit dem Gefühl von Angst reagiert obwohl die Situation nicht beängstigend ist.
00:01:08: also ein kleines Beispiel du Hast jetzt Kind eine Safari gemacht und da war ne Schlange, ja?
00:01:20: Und hat so geraschelt im Gebüsch.
00:01:26: So!
00:01:28: Und dann hast du halt mitbekommen, oh wenn das im Gebisch raschelt, wenn deine Schlange ist es absolut gefährlich, da muss ich auf jeden Fall sofort wegrennen.
00:01:37: Das heißt dein Nervensystem hat ne Verknüpfung gemacht zwischen das Raschelt in Gebüsche und Flucht.
00:01:48: Nun bist du erwachsen und etwas anderes raschelt bei deinem Spaziergang im Gebüsch, eine kleine Amsel zum Beispiel.
00:01:59: Aber dein Gehirn-, dein Nervensystem hat es ja anders verknüpft.
00:02:06: Das heißt dieses Rascheln des Gebüges kannst du möglicherweise noch als bedrohlich wahrnehmen obwohl eine Amsel überhaupt keine Bedrohung ist diese Mechanismen in sich zu erkennen.
00:02:22: Was hat mein Nervensystem noch verknüpft aus früheren Tagen, wo heute gar keine Gefahr mehr besteht?
00:02:34: Wenn wir das uns bewusst machen, wenn wir das herausfinden dann können wir frei mit unserer Angst umgehen weil wir dann erkennen Okay, habe ich jetzt Angst weil wirklich eine bedrohliche Situation da ist und es Sinn macht.
00:02:55: Angriff, Flucht oder Starre?
00:03:00: Oder ist die Situation überhaupt nicht bedrohlig und nur eine Erinnerung an früher?
00:03:08: Und dann können wir uns aus dem Bewusstsein heraus entscheiden dieser Angst nicht zu folgen.
00:03:15: Und je öfter wir das machen, um bei dem Bild zu bleiben.
00:03:19: Je öfter du an einem raschelnden Gebüsch vorbei gehst und merkst es passiert gar nichts Schlimmes desto weniger Angst wirst du davor haben.
00:03:36: Das kann vor allem natürlich auch in Beziehungen vorkommen, ja?
00:03:41: In Beziehung zum Menschen dass du halt in deiner Kindheit keine positiven Erfahrungen gemacht hast und die sich dann abgespeichert haben.
00:03:51: Und dann kommt die Angst, zum Beispiel Verlustangst jemanden zu verlieren obwohl es gar keinen Grund dafür gibt.
00:04:04: oder Es gibt so viele Ängste.
00:04:08: ja Du wirst wissen bevor du Angst hast.
00:04:14: und wie gesagt es gibt auch begründete Ängste, die richtig sind und wo wir dieses Gefühl brauchen.
00:04:23: Dieses ich gehe da jetzt nicht hin oder ich laufe weg Das kann lebensrettend sein.
00:04:39: Aber dieser andere Angst Die Angst die dich davor abhält dein Leben zu leben Menschen tief zu lieben deine volle Freude zu zeigen, was auch immer dieser Angst gehört auf den Grund gegangen.
00:05:05: Und es ist wichtig dahinzuschauen und sich bewusst machen, woher kommt dann eigentlich diese Angst?
00:05:15: Die wenigsten Menschen sind bereit mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen weil irgendwann eine Angst vor der Angst entstanden ist.
00:05:24: Das heißt wir haben irgendwann die Angst mehr gefürchtet als dass wovor wir eigentlich Angst haben.
00:05:32: Und dann haben wir angefangen, das zu vermeiden oder das irgendwie auszuhalten je nachdem.
00:05:44: aber du brauchst keine Angst vor der Angst haben weil die Angst ist nichts was dir wehtun möchte.
00:05:50: Die Angst ist dafür da dich zu beschützen und die Sachen die im Nervensystem anders verknüpft worden sind.
00:06:04: Wenn du diese Angst fühlst, dann hilft es dir letztendlich unter einem Strich auch.
00:06:08: Weil die das dann bewusst wird, du kannst es für dich auflösen und kannst erkennen dass Die bedrohliche Situation vorbei ist Und du davor keine angst mehr haben musst.
00:06:24: und ja Manchmal ist ein geräusch im gebüsch einfach nur ein kleiner vogel der dort sein nest baut.
00:06:46: und Es kommt natürlich auch dann wieder auf den Kontext an, weil wenn wir uns in anderen Umgebungen bewegen kann es halt auch wieder ein anderes Gefühl sein.
00:07:04: Wenn wir nach dreißig Jahren wieder auf Safari gehen und es auf Safari im Dschungel im Gebüsch raschelt, lohnt es sich genau zu prüfen?
00:07:18: Weil das wird wahrscheinlich keine Amsel sein!
00:07:26: Also es kommt auch auf die Umgebung an.
00:07:32: Wir finden uns in einer sicheren Umgebungen oder tun wir's nicht?
00:07:43: Ja, und das sagt uns auch wieder unser Gefühl.
00:07:48: Unser Gefühl, unser... Sagt uns ganz genau ist das gerade eine sichere Umgebungs- oder es ist es nicht?
00:07:58: Wir fühlen das!
00:08:01: Nur manchmal reden wir uns dann Dinge auch schön und sagen ja aber es fühlt sich doch gut an.
00:08:10: Wenn es sich nicht von Anfang an gut einfühlt, dann fühlt es dich nicht gut an.
00:08:14: Wir können dann wie gesagt das schön reden ja?
00:08:18: Wir können da noch sehr Schlange in der Amsel machen aber eine Schlange bleibt ne Schlange und deswegen ist es wichtig die Angst wahrzunehmen Und dann in den Prüfungsmodus zu gehen.
00:08:38: Ist die Gefahr real oder ist es ein vorgestellter Angst diese Kompetenz das wieder zu fühlen, ob etwas wahrhaftig bedrohlich ist oder ob es eine irrationale Angst ist.
00:08:59: Die kann man wieder ausbilden indem man sich das einfach nur bewusst macht.
00:09:07: so und ich glaube daran dass wenn wir uns unseren Ängsten stellen und wenn wir Niemand kann uns mehr so schnell Angst machen, um uns zu kontrollieren.
00:09:37: Um etwas aus uns herauszuholen und profitieren.
00:09:45: Weil wir genau prüfen, ob das wirklich stimmt.
00:09:51: Und wir können uns selber keine Angst mehr machen, weil wir unsere Mechanismen kennen.
00:09:57: Das heißt, wir können mutigere Schritte in unserem Leben machen dem Leben führen, was wir eigentlich leben wollen.
00:10:08: Weil die Angst nichts mehr ist, was uns von unserem Leben abhält, sondern nur noch etwas, was unser Leben beschützt und ich glaube das ist ganz essentiell.
00:10:23: ja auch in Beziehungen zu anderen Menschen ist es unglaublich wichtig genau zu prüfen Echtes Unwohlsein?
00:10:37: Ist das eine echte Angst oder ist es was, was ich von früher kenne und auf diesen anderen Menschen projiziere.
00:10:53: Und gerade wenn man nicht so positive Erfahrungen gemacht hat in der Kindheit mit Menschen neigt man dazu diese Angst dann zu haben dass andere Menschen auch so sein könnten weil man nie kennengelernt hat.
00:11:11: wie ist es denn wenn jemand einfach nur liebevoll ist.
00:11:21: Wie fühlt sich das überhaupt an?
00:11:23: Und dann kann das auch erst mal Angst auslösen und auch erstmal so ein irritierendes Gefühl sein, so hey wieso?
00:11:34: warum?
00:11:40: aber wenn man das weiß, wenn einem das bewusst ist, dann kann man wieder anders damit umgehen weil man dann nicht mehr in seiner Angst verhaart oder mit seiner Angst identifiziert ist sondern einen Schritt zurücktreten kann und sich die Szenerie angucken kann und kann sagen, okay ich schau mal bewusst drauf.
00:12:06: Ist das jetzt gerade eine Projektion oder ist es grade wirklich?
00:12:15: Also Angst war nie etwas was wir bekämpfen müssen sondern Angst ist etwas was Wir verstehen dürfen und bewusst mit ihr umgehen.
00:12:36: Angst hält uns am Leben Und gleichzeitig kann Angst uns davon abhalten zu leben.
00:12:47: Es sind Paradox.
00:12:50: Das Paradox kann nur aufgelöst werden, indem du hinschaust.
00:12:54: Indem du dir anguckst ob du gerade beschützt wirst oder ob du grade abgehalten wirst von deinem Weg.
00:13:09: also worvor hast du am allermeisten Angst?
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