93 Ach so. Ich kann ja führen.
Shownotes
Führung hat sich für mich lange nach Überforderung angefühlt.
Ich hatte Schwierigkeiten damit, Menschen klar zu führen, Entscheidungen vorzugeben oder zu sagen: Hier geht es lang.
Und jetzt habe ich verstanden, warum.
Als Kind hatte Führung für mich eine vollkommen andere Bedeutung. Ich hatte früh das Gefühl, Verantwortung tragen zu müssen – für mich selbst und emotional auch für andere. Führung bedeutete deshalb für mich nicht Freiheit, sondern Belastung.
Heute beginne ich, diese beiden Dinge voneinander zu trennen.
Ich muss niemanden retten.
Ich muss niemandes Emotionen tragen.
Und ich brauche auch niemanden mehr, der mein Leben für mich führt.
In dieser sehr persönlichen Folge spreche ich darüber, warum wir manchmal vor unserer eigenen Kraft zurückschrecken, weil sie mit alten Erfahrungen verbunden ist – und was passieren kann, wenn wir beginnen, ihr eine neue Bedeutung zu geben.
Denn heute fühlt sich Führung für mich vollkommen anders an:
Mein Herz zeigt mir die Richtung. Ich gehe den Weg.
Und vielleicht ist genau das Freiheit:
Ich führe mein Leben.🦋
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00:00:00: Mir wird gerade bewusst, dass ich in der Vergangenheit häufig einen Thema damit hatte die vollkommene Führung zu übernehmen.
00:00:12: Sei es im meinem Unternehmen was ich hatte sei es in irgendwelchen Teamleiter-Positionen oder so immer war dieses Thema Führungen ein Thema für mich, sodass sich Menschen ungern sage was jetzt der nächste Schritt ist, was wir jetzt machen und mich da klar positioniere und eine klare Führung.
00:00:40: Und ich habe jetzt gecheckt warum das so ist?
00:00:46: Weil ich als Kind in eine Führungsrolle gebracht wurde, in der ich gleichzeitig aber auch kontrolliert worden bin.
00:00:59: Das klingt jetzt erstmal Paradox.
00:01:03: Es ist tatsächlich so, dass auf der emotionalen Ebene sollte ich die Führung für meine Eltern übernehmen.
00:01:12: Weil sie nicht in der Lage gewesen sind ihre eigenen Emotionen zu regulieren.
00:01:18: Das heißt das fühlte sich an als bin ich die Eltern meiner Eltern und gleichzeitig musste ich aber auch noch die Eltern für mich sein weil ich ja keine emotionale Bindung zum meinen Eltern hatte.
00:01:33: Das heißt, ich hatte diese Doppelaufgabe und das als kleines Kind.
00:01:38: Und als kleites Kind ist es zu viel.
00:01:41: Ja?
00:01:41: Das ist enormer Stress und Überforderung.
00:01:48: Dieses Gefühl hat sich in mir abgespeichert.
00:01:52: dass ich das dann mit Führung verknüpft habe.
00:02:00: Normale Führungen hat aber ja nichts mit dieser emotionalen Führung zu tun, die ich da als Kind leisten sollte.
00:02:10: Sondern es ist ja einfach nur Führungen und Führungsjahr was Gutes.
00:02:19: Wenn ich gute Absichten habe wenn ich aus der Liebe heraushandle dann ist Führing etwas total Positives Und Ich Glaube das Ist Etwas Was mir massiv im Weg gestanden hat in meinem Leben dass sich Führer gleichgesetzt hab Mit Überforderung.
00:02:36: Deswegen hab ich mir das auch nicht zugetraut, diese Führungsverantwortung zu übernehmen.
00:02:44: Dabei bin ich eigentlich gut darin zu führen und muss sich ja schon von Kindesbeinen aufmachen!
00:02:52: Ja also das Führungstraining habe ich ja schon hinter mir.
00:02:59: Weil ich mich selber geführt habe als Kind.
00:03:01: Ich hatte keine Eltern die mich geführt haben.
00:03:04: Ich hätte Eltern die Drücken wir es mal so aus, ja?
00:03:12: Aber keine Führung.
00:03:17: Und schon gar nicht mit Liebe!
00:03:19: So... und deswegen musste ich diesen Part selber übernehmen.
00:03:22: Das heißt, ich habe mich geführt als Kind.
00:03:27: Und das ist mir so bewusst geworden.
00:03:30: Ich hab gestern mit einer Freundin telefoniert, dann habe ich irgendwann zu ihr gesagt, ich bin meine Mama.
00:03:39: Ich habe mich großgezogen.
00:03:42: Ich habt das gemacht.
00:03:48: Und früher war ich immer traurig, dass sich keine emotionale Bindung zu meinen Eltern aufgebaut habe.
00:03:56: Dadurch, dass ich das aber realisiert habe gestern, dachte ich guck mal... Ich bin das!
00:04:01: Ich bin meine Mama.
00:04:03: Ich hab für dieses kleine Kind gesorgt.
00:04:06: Ja?
00:04:07: Ich bin mein Papa.
00:04:09: Ich bin die Schulter an die ich mich anlehne.
00:04:12: So und natürlich hat dieses kleine Mädchen sich das damals anders gewünscht Ganz sicher.
00:04:20: Aber es ist, wie's ist und jetzt wo ich mir dieser Kraft und dieser Stärke bewusst bin die ich als Kind schon in mir getragen habe und auch gelebt habe weil ich es leben musste kann ich auch führen und kann sagen hier gehts lang da geht nicht lange Und kann mich selber auch führen durch dieses Leben Als erwachsener Mensch weil ich das nicht mehr mit Hilflosigkeit verbinde und mit Überforderung.
00:04:58: Und das habe ich früher aber immer, deswegen habe ich immer anderen Menschen dann ja insbesondere auch gerne mal Partnern diese Führungsrolle zugeschrieben.
00:05:10: Weil ich selber dachte, dass wäre zu viel für mich!
00:05:19: Und hab dann Partner angezogen die auch diese Fführungsrolle gerne übernommen haben, ...naturell oder ihrer Verletzung gepasst hat, die sie in ihrer Kindheit hatten.
00:05:33: Aber jetzt erkenne ich, dass ich diejenige bin, die sich geführt hat und dass ich niemanden brauche der mich führt.
00:05:42: Sondern das darf mein Herz einfach übernehmen!
00:05:45: So wie es schon mein ganzes Leben lang eigentlich ist.
00:05:51: Und ja... Was ich damit sagen will, ist einfach wenn man so ein Trauma erlebt, ja?
00:06:01: So'n Bindungstrauma ist es ja letztendlich.
00:06:03: auch bedeutet es nicht, dass als erwachsener Mensch noch das Gefühl da sein muss, dass was fehlt.
00:06:22: Weil wir haben... Also ich für mich kann es auf meine Erfahrung sprechen.
00:06:26: Ich habe das in mir aufgebaut.
00:06:28: stattdessen und deswegen fehlt mir nichts Und ich hab aber ganz lange Zeit immer dieses Gefühl gehabt von mir fehlt da was Und ich hab auch ganz lange versucht, das Verhältnis zu meinen Eltern zu reparieren.
00:06:48: Was mühsig ist, weil es funktioniert überhaupt nicht.
00:06:54: Wenn Menschen sich verändern, dann würde es funktionieren aber selbst dann wär's ja ein Ding ... Man müsste diese Beziehung, die nie aufgebaut worden ist, erst mal aufbauen.
00:07:08: und wozu?
00:07:10: Wenn ich sowieso in mir habe... Ja für mich ist das einfach eine neue Freiheit in meinem Leben das zu erkennen, weil ich aufhöre etwas hinterherzulaufen was gar nicht erreichbar ist.
00:07:34: Ich bin früher tatsächlich auch gern Menschen hinterher gelaufen die nicht erleichbar waren, die emotionalen nicht erechbar war, weil es mich da ja sicher gefühlt habe bzw Zuhause in Anführungsstrichen.
00:07:50: Also es war vertraut, vertraute unerreichbare, emotional unerreichbare Menschen um mich zu haben.
00:08:03: Aber Vertraut heißt nicht immer gut ne?
00:08:06: So und ich merke jetzt dass ich bereit bin für echte Begegnung, für tiefe Begegnung, für ja emotionale Nähe so... Und da bringt es mir nichts mit Menschen zu sein die emotionale Nähe nicht leben können.
00:08:27: Deswegen sind unerreichbare Menschen für mich überhaupt nicht mehr attraktiv, also das Muster ist weg weil ich diese Erkenntnis für mich gewonnen habe dass ich die Führungskraft in meinem Leben bin.
00:08:44: Ich bin die Mama und der Papa Und ja wie gesagt es entsteht eine unglaubliche Freiheit dadurch eine unglaubliche Freude.
00:08:59: Ja, einfach... Ich spüre das gerade in meinem Gesicht.
00:09:05: so mein Mundwinkel gehen so auseinander und es ist einfach nur schön!
00:09:15: Und die Führung sich über sein eigenes Leben wieder zurückzuholen is was ganz wertvolles.
00:09:26: Das kann man oder ich konnte das auf jeden Fall nicht durch irgendwelche Motivierenden Sprüche oder durch irgendwelche Seminare, oder sonst irgendwas.
00:09:39: Sondern bei mir war es wirklich diese innere Arbeit und diese inneren Erkenntnisse so.
00:09:45: ah okay So Dieses Hinschauen das hat mich dahingebracht weil man kann vieles im Kopf verstehen aber Das Herz ist das entscheidende in meinen Augen Ja.
00:10:09: Mein Herz hat die Führung und Führungen ist nichts mehr, was mich überfordert sondern etwas, was ich liebe weil für mich steckt in Führungsfreiheit.
00:10:30: wenn ich mein Leben führe dann finde ich frei.
00:10:43: ja Die Folge ist vielleicht ein bisschen weniger humorig aber dafür sehr tief Und es müssen mir auch nicht alle Menschen folgen können, was das betrifft.
00:10:53: Es ist einfach meine eigene Erfahrung, die ich für mich gesammelt habe in meinem Leben und meiner eigenen Wahrheit, die für mich wahr ist.
00:11:02: Wenn du dich darin wiederfindest und dir dadurch eine Erkenntnis kommt, dann freut mich das!
00:11:09: Aber wenn nicht, ist es genauso in Ordnung.
00:11:11: Dann ... Das ist die nächste Folge.
00:11:13: vielleicht wieder, was für dich?
00:11:17: Ja... Ich führe mein Leben.
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