82 Ciao Bella, ich lebe jetzt! Teil 4: Das Ende der Suche.

Shownotes

Und vergiss nie:

Lebensfreude ist stärker, als du heute vielleicht glaubst.

Pass gut auf dein Herz auf.

Ciao Bella. Ich lebe jetzt.

Alles Liebe
Kristin.

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00:00:00: Ciao Bella, ich geleben Teil vier.

00:00:05: Ja das geht weiter mit meiner Geschichte und Ich habe tatsächlich damals als ich in Etlingen war ein sehr großzügiges Angebot von meinem damaligen Chef bekommen der gesagt hat hey ich hab hier eine Wohnung Du kannst da drin wohnen.

00:00:28: und ich richtete diese Wohnung ein Ja.

00:00:35: Und bei mir war dann so der erste Impuls okay, ja das ist doch eigentlich eine super Sache weil ich hätte wieder einen festen Wohnsitz und es wäre natürlich auch bequem gewesen für mich, ne?

00:00:49: So... und hätte mir auch finanzielle Vorteile gebracht.

00:00:57: Ich habe aber die Rechnung ohne mein Herz gemacht.

00:01:00: Das war das Ding!

00:01:01: Und irgendwann kam in mir das Gefühl auf, dass es nicht der richtige Ort für mich ist.

00:01:12: Und dass ich in den Norden gehöre an die Nordseeküste und ... Ich bin ein Küstenkind.

00:01:21: Ich brauchte's mehr in meiner Nähe, dass sich mit dem Auto hinfahren kann wenn ich es fühle.

00:01:33: Da war bei mir wirklich so der Punkt, dass ich mich entscheiden musste zwischen Komfortzone und Herz.

00:01:42: Und ich bin dann meinem Herz gefolgt, und ich bin kurz vor Weihnachten, also ich glaube am zwanzigsten zwölften war die Schlüsselübergabe in meine neue vollkommen leere Wohnung gezogen.

00:01:57: Da waren nichts drin keine Küche gar nicht!

00:02:05: Ich weiß noch ganz genau wie ich dann in dieser Wohnung saß.

00:02:10: Gott sei Dank hatte ich es mir organisiert, dass ich zumindest eine Matratze hatte.

00:02:17: Und trotzdem, obwohl ich nichts hatte in dieser Wohnung, obwohl alles leer war, hatte ich das Gefühl ist es richtig und ich habe mich wohl gefühlt auf der Matratse mit dieser Lehre.

00:02:38: Es war danach nicht einfach ... die Wohnung einzurichten und alles zu schaffen.

00:02:46: Ich war auch komplett alleine, weil ich einfach in meinem Leben nie gelernt hatte um Hilfe zu fragen.

00:02:54: Und ja... Dann war es bei mir aber auch noch so dass ich beim Job gemerkt habe, ich kann nicht mehr, ich hatte keine Kraft mehr, keine Energie.

00:03:07: Mein Körper hat komplett dicht gemacht.

00:03:10: Ich hab mich wirklich gefühlt wie eine Oma, der es nicht gut geht und habe gemerkt okay das da ist was wo ich hingucken muss.

00:03:27: also ich hatte keine andere Wahl mehr.

00:03:29: Es war ja alles ja alles einmal zusammengestürzt mein ganzes Kartenhaus, mein Ganzes funktionieren können ist einmal komplett zusammengebrochen.

00:03:46: Ja, es war dann sogar an dem Punkt das ich gesagt habe.

00:03:49: Ich bin bereit mich in eine Klinik einweisen zu lassen um Hilfe zu bekommen weil ambulante Hilfe nicht möglich war.

00:03:59: und Das war aber auch nicht möglich Weil in einer psychiatrische klinik darf man in der regel keinen Hund mitnehmen Und die kliniken wo man dann einen hund mitbringen darf haben hohe fünfstellige Beträge gekostet was ich niemals hätte zu dem Zeitpunkt bezahlen können.

00:04:23: Und ... ja, dann stand ich da und hab so gedacht, das kann doch nicht sein!

00:04:32: Ich rufe doch jetzt schon um Hilfe.

00:04:34: Ich telefoniere doch mit der Krankenkasse.

00:04:36: Ich versuch, eine Reha zu beantragen.

00:04:40: Ich mach doch alles irgendwie.

00:04:42: Ich bin doch zum Arzt gegangen.

00:04:44: Trotzdem habe ich keine Hilfe

00:04:46: bekommen.".

00:04:48: So.

00:04:49: Und irgendwann kam bei mir der Punkt, wo ich wirklich so das Gefühl hatte.

00:04:55: So ihr könnt mich jetzt alle mal am Arsch lecken auf Deutsch gesagt und habe wirklich die Entscheidung getroffen in mir so hey christin du bist kein kleines hilfloses Kind mehr sondern du bist erwachsen Du hast alle möglichen Coaching-Techniken gelernt, du hast Psychologie gelernt.

00:05:22: Du hast Emotionspädagogik gelernt!

00:05:25: Du bist doch in der Lage dir selber diesen Raum zu geben.

00:05:30: Diesen Therapierraum den du dir so sehr wünscht.

00:05:35: und mit dieser Entscheidung hat sich dann tatsächlich alles verändert.

00:05:40: also ich war vorher mit Depressionen diagnostiziert worden von diesen Erstkontaktpsychologen, die dann erst mal einen einordnen und dann aber sagen sie haben leider keine Termine frei um einen zu behandeln.

00:05:58: Und ja... Dann ging's los!

00:06:04: Dann haben sich alle Gefühle nach und nach gezeigt und ich habe gelernt sie zu halten Schritt für Schritt.

00:06:14: Manchmal war es sehr schwer Und ich habe es trotzdem irgendwie geschafft, das zu machen.

00:06:27: Ich hab großes Glück gehabt dass sich mein Hund auch an meiner Seite habe weil dieser Hund mir trotz aller Depressionen trotz allem Struktur gegeben hat Weil ich niemals meinen Hund sozusagen vernachlässigen könnte.

00:06:49: Diese Kraft für jemand anderen da zu sein, die war immer größer sozusagen.

00:06:54: Das heißt ich bin halt auch an die frische Luft gekommen weil mein Hund muss ja raus und hab mich die Treppen hoch gequält Trotz allem Und das war auf jeden Fall auch gut.

00:07:09: Also die Hausärztin damals hat zu mir halt auch gesagt dass es gut ist sie den Hund haben Weil dadurch können sie in des Loch nicht so tief auch einfallen, so wie es vielleicht sonst gewesen wäre.

00:07:20: Und damit hat sie auf jeden Fall meinen Augen recht gehabt.

00:07:24: und ja also ich hab dann einfach wirklich jeden Tag in mich reingefühlt und geguckt okay was zeigt sich da?

00:07:40: Was ist da?

00:07:44: Und habe diese Gefühle gehalten und haben diese Erinnerungen, diese Flashbacks alles einfach immer mir angeschaut.

00:07:52: Also im Prinzip war die Entscheidung zu sagen, ich bin jetzt erwachsen und nicht mehr das Kind aufzuhören von mir wegzuschauen sondern zu mir hin zu schauen.

00:08:02: Und mich selber zu sehen und für mich da zu sein.

00:08:06: und ja.

00:08:11: Während ich das halt auch gemacht habe hab' ich gespürt dass da eine Kraft in mir ist die nichts zerstören kann und dass die Lebensfreude Stück für Stück sich wieder mehr gezeigt hat und mehr fühlbar war für mich.

00:08:30: Und dass diese Lebensfreude dann auch begonnen hat, mich durch diesen Prozess durchzutragen.

00:08:36: Durch den Schmerz, den ich durchleben musste und integrieren und die ganzen verletzten inneren Anteil und alles... Die Lebensfreunde, die wieder in mir erwacht war, hat das alles getragen!

00:08:52: weil ich angefangen habe mir trotz allem Inseln zu bauen im Alltag, die mir geholfen haben wieder Kraft zu schöpfen und da durchzugehen.

00:09:08: Also ich hab zum Beispiel irgendwann angefangen wieder ein bisschen zu tanzen zu einem Lied was ich gerne mochte oder ich habe mir ein besonderes Essen gegönnt Von dem ich wusste, dass ich das gerne mag oder halt einfach den Sonnenuntergang beobachtet von meinem Wohnzimmer aus.

00:09:29: Und so kleine Inseln habe ich mir einfach gebaut und hab mir immer wieder bewusst gemacht wie schönes Leben eigentlich wirklich ist.

00:09:41: Ich habe gemerkt mit jedem Mal wo ich dann selber wieder näher begegnet bin, dass sich das Leben wieder anders fühlen konnte dass ich es wieder anders wahrnehmen konnte, dass Kleinigkeiten wieder groß geworden sind.

00:09:56: Wie zum Beispiel das Sehen von einem Schmetterling.

00:09:59: So während ich halt vorher da einfach dran vorbeigelaufen bin, versunken in meinen Gedankenspiralen war plötzlich dann dieser Schmetternling da und ich habe Freude empfunden.

00:10:10: Ich habe gedacht wow wie schön!

00:10:11: Wie schön ist bitte ein Schmettering?

00:10:13: Diese Leichtigkeit dieses Fliegen dieses einfach wunderschön.

00:10:20: Ja, das war ein Teil von dieser Reise einfach.

00:10:31: Diese Lebensfreude Inseln wieder in sich zu finden so und ich habe dann auch gespürt je mehr ich halt verarbeitet hatte desto stärker wurde der Schmerz weil mein inneres wusste dass ich es halten kann.

00:10:51: also Ich bin immer mehr zu dem Menschen geworden den ich als Kind unbedingt gebraucht hätte.

00:10:58: Und habe mir selber diesen Schutz gegeben, diese Sicherheit, diese Geborgenheit dieses Halten so.

00:11:07: und ja das war einfach echt intensiv zwischendurch und ich hab auch das Gefühl dass ich auf dieser Reise bin.

00:11:29: Also es ist nicht so, ich bin jetzt irgendwie an einem Ziel angekommen auch wenn ich mein Zuhause, mein Inneres zu Hause wiedergefunden habe.

00:11:39: in mir das bedeutet nur, dass ich das halten kann.

00:11:44: was kommt So, das bedeutet nicht, dass sich wie so ein Honigkuchenpferd-Vierundzwanzig Sieben durch die Welt laufe sondern dass ich einfach echt bin.

00:11:55: Wenn ich weine, dann wein' ich.

00:11:56: Und wenn ich lache, dann lach' ich und wenn ich wütend bin ... Aber ich kann mich dabei halten und verletze auch keine anderen Menschen damit, weil ich mich selber regulieren kann.

00:12:08: Ähm... Ja!

00:12:15: Also dieses Zuhause wieder in sich gefunden zu haben ist für mich das größte Geschenk.

00:12:23: Gleichzeitig gab's aber noch den Punkt, wo ich halt einmal für mich akzeptieren musste, dass Heilung vielleicht nicht bedeutet, dass alles supertopisch ist und ich irgendwie perfekt werde.

00:12:41: Sondern das Heilung für mich bedeutet, mich so anzunehmen wie ich bin und auch zu akzeptiere, dass eine Panikattacke auftreten kann, dass ein emotionaler Ausbruch aufteten kann, dass ich das nicht kontrollieren kann und nicht berechnen kann.

00:13:01: Das Einzige, was ich tun kann ist mich darin zu halten, wenn es passiert.

00:13:04: Und mein Umfeld darüber halt auch zu informieren, dass es passieren kann.

00:13:10: Dass sie sich dann keine Sorgen machen, weil Sie wissen ... Ich kann das halten!

00:13:17: Das war für mich noch mal ein neuer Schritt.

00:13:19: Weil bei mir war immer dieses Bild im Kopf so, irgendwann bin ich geheilt und dann ist alles gut fühle ich keinen Schmerz mehr und dann, und dann.

00:13:29: Und habe immer in diesem Zukunftsideal gelebt anstatt an der Realität zu sein.

00:13:37: Irgendwann kam bei mir einfach der Punkt wo ich gemerkt hab ne... Also auch wenn ich mich da irgendwie schon sehr geheilt gefühlt habe, kam halt wieder ein Einbruch.

00:13:49: ja wo ich in der Dusche saß und geweint habe Da war bei mir wirklich so diese Akzeptanz, dass ich gesagt habe okay.

00:13:59: Es ist wie es ist und Ich nehme es so an wie's ist Und wenn sich etwas zeigt dann gehe ich dem mit Liebe entgegen und nehme es in den Arm.

00:14:16: und Ja alles darf da sein.

00:14:21: So Für mich hat einfach echt sein, eine höhere Wertigkeit erreicht.

00:14:31: Eine höhere Priorität als perfekt zu sein und ja ich habe auch aufgehört irgendwie etwas in der Vergangenheit korrigieren zu wollen weil ich wirklich gemerkt habe ist ja gar nicht möglich.

00:14:56: es ist ja Vergangenheid du kannst in der vergangenheit nichts Korrigieren, also dass du irgendwie andere Menschen dann anders machst oder und auch sich Vergeltung zu wünschen löst die Vergangenheit nicht.

00:15:14: Also das macht es nicht wieder gut so.

00:15:17: Die Täter könnten mir jetzt eine Million Euro überweisen Und es würde es nicht Wiedergut machen weil es schon passiert ist.

00:15:26: So also Wiedergutmachung ist schwierig sondern ich kann einfach für mich das akzeptieren, dass es in der Vergangenheit so gewesen ist.

00:15:40: Ich kann meinen Frieden damit finden und ich muss aber nicht mehr gegen die Täter

00:15:48: kämpfen.".

00:15:49: So, das habe ich halt auch eine lange Zeit gemacht, als ich dann dachte, ich schreibe einen Enthüllungsbuch und lasse das alles aufliegen und mache hier und mach da!

00:15:58: Und jetzt merke ich halt in mir Das würde überhaupt nichts ändern.

00:16:14: Ja, es ist wie's ist und ich darf auch traurig darüber sein dass das passiert ist.

00:16:25: Und gleichzeitig muss ich mich in der Trauer nicht verlieren und kann auf die schönen Seiten im Leben meinen Fokus richten.

00:16:40: Ich für mich am Ende dieser Dieser Reise jetzt mit diesem Podcast-Hörbuchbuch kann sagen, dass ich einfach nur noch leben will.

00:16:57: Ich will einfach nur nog leben!

00:16:59: Ich will lachen und das Leben spüren in seiner vollen Ganzheit.

00:17:05: Und für mich will mein Ehrleben was jetzt stattfindet Wichtiger ist als das, was ich erlebt habe.

00:17:20: Und ich glaube, dass es einfach eine Entscheidung, die ich für mich getroffen habe.

00:17:24: Dass ich sage, dass etwas jetzt ist, was sich in diesem Moment erlebe hat für mich mehr Relevanz als das was ich in der Vergangenheit erlebt habe.

00:17:37: und trotzdem verschließe nicht meine Augen vor dem, was in der vergangenheit gewesen ist sondern Ich bin offen und nehme es in mein Herz, wenn es sich zeigt.

00:17:48: Aber ich muss nicht danach suchen oder irgendwie im Groll damit sein oder irgendetwas sondern ich kann einfach im Frieden damit sein auch im Friede damit sein dass das es sich auch wieder zeigen kann ja das da vielleicht noch Schmerz in mir ist den ich halt bewusst nicht wahrnehme und der sich irgendwann zeigt auf damit kann.

00:18:16: Und ich glaube für mich, dass ich deswegen jetzt ein wundervolles Leben führen kann.

00:18:26: Was mein Herz tiefst erfreut und ja... Ich vielleicht auch andere mit dieser Freude ein bisschen anstecken kann.

00:18:40: Ja!

00:18:41: Ich weiß ja nicht was die Zukunft bringt.

00:18:43: Das weiß niemand.

00:18:44: Niemand weiß was morgen ist, niemand weiß was in der nächsten Minute ist.

00:18:50: Aber ich spüre eine Vorfreude.

00:18:51: Ich spüre ne Vorfreuda auf das, was sein wird und dieses vorfreudige Gefühl ist etwas richtig schönes.

00:19:06: Dadurch dass ich jetzt dieses Buch eingesprochen habe, merke ich, dass sich in mir etwas verändert hat mit dem umgehen kann was mir geschehen ist und anders mit dem Umgehen werde, was mir Geschehen wird.

00:19:24: Und ja ich möchte danken dass du mir zugehört hast das so meine Geschichte dir angehört hast und dich auf dieses Experiment Podcast Hörbuch Buch eingelassen hast und Ja wünsche dir von Herzen alles Liebe.

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